Was kostet ein Maler pro Quadratmeter?
Die Kosten für einen professionellen Maler liegen in Deutschland zwischen 8 und 15 € pro Quadratmeter Wandfläche (inklusive Material). Für eine 3-Zimmer-Wohnung (ca. 75 qm Wohnfläche, ca. 180 qm Wandfläche) ergeben sich Gesamtkosten von ca. 1.500–3.000 €.
Der Quadratmeterpreis hängt von mehreren Faktoren ab: Zustand der Wände, Farbe (weiß ist günstiger als bunte Farben), Raumhöhe und ob Decken mitgestrichen werden.
Kostenbeispiele nach Wohnungsgröße
- 1-Zimmer-Wohnung (30 qm): 600–1.200 €
- 2-Zimmer-Wohnung (55 qm): 1.000–2.000 €
- 3-Zimmer-Wohnung (75 qm): 1.500–3.000 €
- 4-Zimmer-Wohnung (100 qm): 2.000–4.000 €
- Einfamilienhaus (150 qm): 3.000–6.000 €
Zusatzkosten: Tapete entfernen (+5–10 €/qm), Spachteln und Glätten (+10–20 €/qm), Farbige Akzentwände (+3–5 €/qm Aufpreis).
Selbst streichen oder Profi beauftragen?
Einfache Malerarbeiten (weiße Wände in gutem Zustand) können Sie selbst erledigen. Ein Profi lohnt sich besonders bei:
- Hohen Räumen oder Treppenhäusern (Sicherheit!)
- Alten Tapeten, die entfernt werden müssen
- Rissen oder Unebenheiten in den Wänden
- Spezialtechniken (Wischtechnik, Betonoptik)
- Schimmelbefall (hier bitte immer einen Fachmann)
Materialkosten beim Selbermachen: ca. 1–3 €/qm für Farbe + Abdeckmaterial. Sie sparen ca. 60–70% gegenüber einem Profi.
Streichen bei Auszug: Muss ich als Mieter zahlen?
Eine der häufigsten Fragen: Muss ich beim Auszug die Wohnung streichen? Die Antwort: Es kommt auf den Mietvertrag an.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Starre Renovierungsklauseln (z.B. „alle 3 Jahre streichen") sind unwirksam. Flexible Klauseln („bei Bedarf in neutralen Farben") sind zulässig. Wenn keine wirksame Klausel besteht, müssen Sie nicht streichen - der Vermieter kann die Kosten aber ggf. von der Kaution abziehen, wenn die Wohnung übermäßig abgenutzt wurde.
Im Zweifel: Lassen Sie Ihren Mietvertrag von einem Mieterverein prüfen.